Zwei Startups wurden in diesem Jahr von der Jury des VisionAwards aus rund 50 Kandidaten ausgewählt:
Cylib ist ein Cleantech-Startup aus Aachen, das sich auf ganzheitliches Batterierecycling, also die Rückgewinnung aller Wertstoffe aus Lithium-Ionen-Batterien, spezialisiert hat. In einem wasserbasierten Verfahren gewinnt cylib Lithium, Graphit, Nickel, Kobalt und Mangan zurück; dabei werden deutlich weniger Säuren und Chemikalien benötigt als bei herkömmlichen Verfahren. Die Prozesskette reicht von Aachen über Wernberg-Köblitz in Bayern bis nach Dormagen: In Aachen entwickelt und testet cylib seine Verfahren, in Wernberg-Köblitz werden ab dem vierten Quartal 2026 ausgediente Batterien von Elektrofahrzeugen angenommen, entladen, demontiert und zu Schwarzmasse verarbeitet; in der im Chempark Dormagen bei Köln entstehenden Großanlage wird diese mit einer Recyclingkapazität von 140.000 EV-Batterien pro Jahr zu wieder einsetzbaren Rohstoffen für die Industrie veredelt. Das Unternehmen wurde 2022 von Dr. Lilian Schwich, Paul Sabarny und Dr. Gideon Schwich in Aachen gegründet als Spin-off der RWTH Aachen. Überreicht wurde der VisionAward_26 an Daniel Dietz, CFO von cylib (Foto).
Decyte Decyte ist ein junges Startup aus Göttingen im Bereich Health-Tech/KI-Diagnostik, gegründet von Julia Stachowiak und Hanna Roetschke (Foto). Decyte entwickelt einen hochsensitiven, blutbasierten Test, der mithilfe künstlicher Intelligenz Tumor- sowie Autoimmunerkrankungen bereits in sehr frühen Stadien erkennen soll. Dabei werden subtile Signale des Immunsystems entschlüsselt, noch bevor Symptome auftreten.
„2026 hatten wir zahlreiche Kandidaten für einen VisionAward, die K.I.-Anwendungen jeder Art widerspiegelten. Unsere Jury hat bei der Auswahl der Preisträger auch in diesem Jahr wieder besonderen Wert daraufgelegt, dass auch die Gewinner eines VisionAward_26 nicht nur technisch top sind und wirtschaftliche Perspektiven haben, sondern auch einen hohen gesellschaftlichen Nutzen erwarten lassen“, kommentiert Juryvorsitzender Ulrich Clef die Entscheidung der zwölf Jurymitglieder. „Wir wünschen den beiden Preisträgern, dass sie in die Fußstapfen einiger unserer erfolgreichen Preisträger der letzten zwanzig Jahre treten.“

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